La Foresta Incantata- Eröffnungskonzert trigonale 2026
Der Versuch einer musikalischen Aufforstung. Am 2. Mai
Ausgehend von der Überlegung Bertolt Brechts wird der Wald nicht nur als Ansammlung von Holz, sondern als „grüne Menschenfreude“ verstanden – als Ort, der dem Menschen seit jeher als Quelle von Sinn, Gefühl und Inspiration dient.
Beim Betreten des Waldes überschreitet der Mensch eine symbolische Schwelle zwischen Vertrautem und Unbekanntem. In diesem Übergangsraum entfaltet sich eine große Bandbreite menschlicher Empfindungen: von Freude und Geborgenheit über Einsamkeit und Sehnsucht bis hin zu Vergänglichkeit, Trauer und Ruhe. Der Wald wird dabei zum Spiegel innerer Zustände und zugleich zu einem Resonanzraum der Seele.
Diese Vorstellung hat Künstler und Künstlerinnen und Komponisten und Komponistinnen aller Zeiten inspiriert, das im Wald Erlebte in Musik und Kunst zu verwandeln. Im Zentrum der musikalischen Spurensuche durch den Forst stehen barocke Kompositionen, die die unterschiedlichen Stimmungen der Natur und des Menschseins aufgreifen.
Zu Beginn dominiert die überschwängliche Feier der Schöpfung, ehe sich die Atmosphäre verdunkelt und der Wald zur stillen Zeugin menschlichen Leidens wird. In der zunehmenden Tiefe des Waldes treten existenzielle Fragen hervor, begleitet von Momenten radikaler Einsamkeit und emotionaler Offenheit. Doch aus der Melancholie heraus entwickelt sich eine Rückkehr zur Leichtigkeit und Freude, getragen von Klängen von großer Schönheit und Zartheit.
Schließlich erscheint der Wald als geschützter, stiller Ort innerer Einkehr, an dem Gedanken frei ausgesprochen werden können und belastende Gefühle wie Sorge, Neid oder Verzweiflung in den Hintergrund treten. Zurück bleibt ein Zustand von Ruhe, Trost und sanfter Gelöstheit, getragen von musikalischen Werken bedeutender Komponisten des Barock.
La Foresta Incantata- Eröffnungskonzert trigonale 2026
- 2. Mai 2026, 19 Uhr
- Rathaus St. Veit/Glan, Hauptpl. 1, 9300 St. Veit an der Glan
Quelle: stveit.com
Foto: pixabay/Ri_Ya




