KlagenfurtTheater

Inge träumt – Ein Kärntner Triptychon

Eine Aufführung von Tamara Štajner und Paul-Henri Campbell | Zu Ingeborg Bachmanns 100. Geburtstag beschwören Tamara Štajner und Paul-Henri Campbell die Nixe Undine in einem Kärntner Triptychon. September 2026

Anders als in „Undine geht“ verschiebt sich der Monolog, gerät außer Kontrolle: Bürgermeister Hans berauscht sich auf einem bizarren Volksfest mit einer Ansprache, die in traditionalistischer Sehnsucht und enthemmter Misogynie dahinplätschert – hier behaupten die Bachmann’schen Hans-Figuren ihre Welt. Unter den Besucherinnen und Besuchern schwirrt der Undinen-Geist, unterwandert, missversteht den Redner.

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Vom Volksfest ausgehend durchwandelt das Publikum zwei gegensätzliche Landschaften. In der ersten – „Undines Gedärm“ – sucht es einen neuen Umgang mit der Welt. Die zweite Landschaft ist ein Traumort, ein Raum erfüllt von Bachmanns Sprachkraft – das Publikum taucht in ein Zuversicht suchendes Klangfeld ein. Mit drei Schauspielern und Schauspielerinnen (Eva Brunner, Julia Hammerl, Clemens Janout) entsteht unter der Regie von Christina Constanze Polzer ein Triptychon über Bachmann und ihr Kärnten: zwischen Idylle und Abgrund, Ausbruch und Heimsuchung. Denn: Nicht nur die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar – auch das Träumen.

Inge träumt – Ein Kärntner Triptychon

  • 11., 12., 14., 15. und 16. September 2026, 19:30 Uhr
  • kärnten.museum Klagenfurt, Museumgasse 2, 9021 Klagenfurt a. W.

Quelle: km.or.at
Foto: pixabay/goodinteractive

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