Aufklärung eines Massenmords
Vorträge – Diskussion – Szenische Lesung zum „Niedermoser-Prozess“, am 20. März
Vor 80 Jahren begann am Landesgericht Klagenfurt der Prozess des Volksgerichts Graz zur Ahndung von NS-Gewaltverbrechen.
Kaum ein Jahr nach der Befreiung vom Nationalsozialismus mussten sich der Primar der „Siechen- und Irrenanstalt“ Dr. Franz Niedermoser und zwölf Pflegerinnen und Pfleger für die Tötung von mutmaßlich 7–900 pflegebedürftigen Patienten und Patientinnen verantworten. Klagenfurt war so Schauplatz des ersten großen Prozesses zum Tatkomplex „Euthanasie“ in Deutschland und Österreich und dem Versuch, Gerechtigkeit durch die Justiz der jungen demokratischen Republik zu finden.
Wer sorgte für die Aufklärung dieser präzedenzlosen Verbrechen? Wie wurde ermittelt? Was waren die Erkenntnisse des Gerichts über die Täter und Täterinnen und ihre Taten? Wie wirken die Verbrechen bei den Familien der Opfer bis heute nach?
Kurzvorträge von Univ.-Prof. Dieter Pohl, Mag. Helge Stromberger und Dr. Herwig Oberlerchner mit anschließender Diskussion und einer szenischen Lesung aus den Protokollen des Gerichts mit Heinrich Baumgartner und Serafine Rastl.
Einführung und Moderation: Priv.-Doz. Mag. Dr. Peter Pirker
In Kooperation mit Memorial Kärnten/Koroška und dem Institut für Zeitgeschichte der Universität Klagenfurt.
Aufklärung eines Massenmords
- 20. März 2026, 18 Uhr
- kärnten.museum Klagenfurt, Museumgasse 2, 9021 Klagenfurt a. W.
Quelle: landesmuseum.ktn.gv.at
Foto: pixabay/marsjo



