Kampfzone St. Veit
Ein dunkles Kapitel der Geschichte der Herzogstadt, ab 1. April
Am 1. April öffnet das Museum St. Veit am Hauptplatz nach der Winterpause wieder seine Türen – gleichzeitig startet auch die neue Sonderausstellung „Kampfzone St. Veit – Lebenswege in Republik, Ständestaat und Nationalsozialismus 1930–1945“, die bis 31. Oktober
2026 zu sehen sein wird. Die Ausstellung beleuchtet die dramatische Epoche von der Wirtschaftskrise über den Niedergang der 1. Republik zum Ständestaat, später zum NS-Terror und Zweiten Weltkrieg – nicht abstrakt, sondern anhand konkreter, lokaler Biografien und Quellen
aus dem Stadtarchiv. Im Mittelpunkt stehen drei gegensätzliche Lebenswege: der sozialdemokratische Vordenker Joseph Buttinger, der Ständestaat-Politiker Ludwig Hülgerth sowie der St. Veiter Bürgersohn und spätere Gauleiter und Kriegsverbrecher Friedrich Rainer.

Gleichzeitig blickt „Kampfzone St. Veit“ über diese drei Akteure hinaus: Lokale Opfer des Nationalsozialismus werden ebenso thematisiert wie der mutige Widerstand der St. Veiter Eisenbahner, die ihren Einsatz für ein freies, demokratisches Land mit dem Leben bezahlten. Quellen der Ausstellung bilden teils noch nie gezeigte Originaldokumente aus dem Stadtarchiv, ergänzt durch Fotografien, Videoaufnahmen und Zeitzeugenberichte. Entstanden ist die Schau in Kooperation mit dem Autor Philipp Novak, der mit seinem im vergangenen Herbst erschienenen Buch „Buttinger – Links das Herz, Rechts der Tod“ einen wichtige Grundlage für die Auseinandersetzung mit dem Thema gelegt hat.
Kampfzone St. Veit
- ab 1. April 2026, Mittwoch bis Sonntag von jeweils 09-12 Uhr und 14-17 Uhr
- Museum am Hauptplatz, Hauptpl. 29, 9300 St. Veit an der Glan
Quelle: stveit.com
Foto: pixabay/Hans



