40 Jahre nach Tschernobyl
Lesung und Autorinnengespräch mit Ljubow Sirota: „Das Pripjat-Syndrom“ am 27. Oktober
Am 26. April 2026 jährte sich die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zum 40. Mal. Die damals 29-jährige Ljubow Sirota lebte mit ihrem Sohn in Pripjat, nur wenige Kilometer vom Atomkraftwerk entfernt. Die Katastrophe zerstörte die vermeintliche Sicherheit der Stadt und führte zu Evakuierung, Entwurzelung, Krankheit und Verlust.
Zum Roman:
In ihrem Roman Das Pripjat-Syndrom, 1991 erstmals auf Russisch erschienen, schildert Ljubow Sirota eindringlich das Schicksal der Menschen von Pripjat. Nach Veröffentlichungen auf Ukrainisch und Englisch erschien 2026 die deutsche Übersetzung.
Zur Autorin:
Ljubow Sirota wurde 1956 in Kasachstan geboren und kehrte 1975 mit ihren Eltern in die Ukraine zurück. In Pripjat leitete sie den Kulturverband „Prometheus“. Nach der Katastrophe engagierte sie sich mit Poesie und Musik für die ehemaligen Bewohner und Bewohnerinnen der Stadt. Aufgrund strahlungsbedingter gesundheitlicher Probleme musste sie ihre berufliche Tätigkeit ab 1992 einschränken. Bis heute ist sie literarisch aktiv. Seit der russischen Vollinvasion der Ukraine lebt sie in Klagenfurt.
40 Jahre nach Tschernobyl
- 27. Oktober 2026, 17:30 Uhr
- Lounge der Universitätsbibliothek, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt/Celovec, Universitätsstrasse 65/6, 9020 Klagenfurt
Quelle: aau.at
Foto: pixabay/ Reznik89

