Ausstellung: Jaleo Forestal
Paula Bruna Pérez im Kunstraum Lakeside, bis 31. Juli
Jaleo Forestal von Paula Bruna Pérez verbindet die Rhythmen des Flamencos mit den verborgenen Klängen des Waldes. Ausgangspunkt sind Ultraschallgeräusche, die Bäume bei Trockenstress erzeugen und die – hörbar gemacht – an das Klappern von Kastagnetten erinnern. So wird der Wald zu einem vielstimmigen Chor, dessen Klänge von Überleben, Veränderung und den Folgen des Klimawandels erzählen.
Die Künstlerin greift dabei die unterschiedlichen Flamenco-Rhythmen, die sogenannten Palos, als Metapher für Baumringe auf: Beide tragen Spuren ihrer Geschichte in sich. Mit Klanginstallationen, Skulpturen und Fundstücken aus einem Wald bei Málaga schafft sie im Kunstraum Lakeside eine poetische Verbindung zwischen kulturellem Erbe und ökologischen Prozessen.
Paula Bruna Pérez beschäftigt sich in ihrer Arbeit mit den Beziehungen zwischen Mensch und Natur und hinterfragt die Vorstellung des Menschen als Mittelpunkt der Welt. Stattdessen rückt sie Pflanzen und andere Lebensformen als gleichwertige Akteur*innen in den Fokus. Jaleo Forestal lädt dazu ein, den Wald als lebendiges Netzwerk wahrzunehmen, dessen Stimmen ebenso Teil unserer gemeinsamen Geschichte sind wie die menschliche Kultur.
Paula Bruna Pérez (*1978, Spanien) lebt und arbeitet in Barcelona.
Ausstellung: Jaleo Forestal
- bis 31. Juli 2026
- Kunstraum Lakeside, Eingang EG West, Lakeside B02, 9020 Klagenfurt am Wörthersee
Quelle: lakeside-kunstraum.at
Foto: pixabay/sgrunden




