Endemitenberg Koralpe
Das „Tafelsilber” der heimischen Artenvielfalt im Landesmuseum am 17. September
Das geologische Ereignis, das die gegenwärtige Tierwelt wohl am stärksten und nachhaltigsten beeinflusst hat, war das Hereinbrechen der letzten Eiszeiten. Größere und damit mobilere Säugetiere und Vögel flüchteten vor der Kältewelle á la Ice-Age in den mediterranen Süden, kleine und wenig ausbreitungsstarke Insekten, Spinnentiere und Tausendfüßer wurden von den Eismassen ausgelöscht. Einige wenige überlebten in speziellen Refugien – eines davon war neben den Karawanken und dem Gesäuse auch die Koralpe. Diese Rückzugsorte sind die Galapagos-Inseln Mitteleuropas und die „Arche Noah” des Alpenraums; hier entstanden unsere Endemiten, also sehr kleinräumig verbreitete Spezies.
Im Extremfall sind es Arten, deren weltweite Verbreitung auf den Gipfelbereich der Koralpe beschränkt ist. Sie sind national bedeutende Schutzgüter, das „Tafelsilber der heimischen Biodiversität”. Sie sind einer der Gründe, warum die Artenvielfalt in Kärnten und der Steiermark so außergewöhnlich hoch ist.
Die zoologischen Besonderheiten umfassen Riesen- und Zwergweberknechte, Blindkäfer und Saftkugler.
Man möchte meinen, dass dieses Eldorado der Artenvielfalt bestens geschützt sei … doch mehr dazu im Vortrag!
Endemitenberg Koralpe
- 17. September 2026, 18 Uhr
- Kosten: € 10,–
Anmeldung erforderlich bis 16.09.2026 - Landesmuseum Kärnten, Museumgasse 2, 9021 Klagenfurt am Wörthersee
+43 (0)5 0536 30599 oder willkommen@kaernten.museum
Quelle: km.or.at
Foto: pixabay/HeungSoon



