Gartentipps für den Oktober von Experte Michael Kosch
Mit dem Oktober beginnt auch die Gartenzeit! Der Kärntner Pflanzenexperte Michael Kosch hat nützliche Tipps für alle Hobbygärtner parat.
Obstgarten: Nur gesundes, trockenes und reifes Obst dunkel und kühl lagern. Obstbäume pflanzen, kälteempfindlichere Arten wie Pfirsich, Marillen, Brombeeren und Kiwi pflanzt man dagegen besser im Frühjahr. Um schädliche Frostspanner-Weibchen abzufangen, sollten spätestens Anfang Oktober Leimringe an den Obstbäumen angebracht werden.
Nutzgarten: Kohlarten wie Karfiol, Kohlrabi, Brokkoli überstehen leichte Frostgrade, mit Gartenvlies schützen. Kranke Tomatenpflanzenreste nicht auf den Kompost geben! Knoblauchzehen in gut gelockerten Boden stecken und angießen, damit sie nächstes Jahr große Knollen bilden. Spät- und Lagergemüse wie Karotten, Sellerie usw. kann, solange es mild ist, noch in der Erde verbleiben. Das Gemüse reift so besser aus und hält sich im Winterlager länger.
Ziergarten: Frostgefährdete Wasserleitungen, Fässer und Pumpen Ende Oktober entleeren. Dahlien, Canna, Gladiolen und weitere frostempfindliche Knollen aus der Erde nehmen, gut abtrocknen lassen und in ein kühles, trockenes Winterquartier räumen.
Frühjahrsblühende Blumenzwiebeln können noch gepflanzt werden. Nun ist es Zeit, die Balkonkistchen und Gefäße winterlich zu bepflanzen. Eine reiche Auswahl an sogenannten „Herbstzauberpflanzen“ halten die Kärntner Gärtner bereit. Spätsommer- und herbstblühende Stauden zurückschneiden. Laub vom Rasen entfernen und niedermähen. Heckenpflanzen und diverse Gehölze setzen. Vor den ersten Frösten Rosen anhäufeln und höchstens etwa 1/4 zurückschneiden. Schneiden Sie die vertrocknenden Halme Ihrer Ziergräser nicht ab. Sie dienen bis zum Frühjahr den Wurzeln als natürlicher Schutz. Obendrein sehen sie – mit Tau oder Raureif überzogen – attraktiv aus. Stattdessen bindet man die Halme locker zusammen.
Zierpflanzen: Zimmer- und Kübelpflanzen, die im Sommer im Garten gestanden sind, nun ins Haus bringen. Ameisen lockt man auf einfache Weise aus der Erde, indem man den gesamten Blumentopf in ein Wasserbad stellt. Wärmeliebende Kübelpflanzen ins Winterquartier bringen. Oleander und Lorbeer vertragen leichte Minustemperaturen – lassen Sie sie ruhig etwas länger im Freien, dann schließen die Triebe besser ab und sie überstehen die Wintermonate besser. Der Topfballen sollte nicht zu nass sein. Vor dem Einräumen Krankheiten und Schädlinge an den Kübelpflanzen bekämpfen. Bei Platzmangel im Winterquartier Pflanzen leicht zurückschneiden.
Interessantes
Einige Triebe treiben im August und sogar September aus, in einem strengen Winter könnten diese jungen Triebe erfrieren. Am besten, man wartet auf den Austrieb im Frühjahr, da lassen sich beim Blattaustrieb die abgestorbenen Äste leicht erkennen und entfernen.
Quelle: kärntenportal
Fotohinweis: kärntenportal/Gartentipp – Berberitzenfrüchte sind reich an Vitamin C


