Kunstfilmtage im Lendhafen 2026
Am 10. und 11. September zeigen die Kunstfilmtage 2026 aktuelle und jüngere filmische Arbeiten aus Österreich, Slowenien und Kroatien.
Die Kunstfilmtage 2026 finden am Donnerstag, 10. September, und Freitag, 11. September 2026, jeweils um 20:30 Uhr im Lendhafen Klagenfurt statt. An zwei Abenden werden aktuelle und jüngere filmische Arbeiten aus Österreich, Slowenien und Kroatien präsentiert. Der Eröffnungsabend am Donnerstag ist der österreichischen Künstlerin Katharina Gruzei gewidmet und wird von Fritz Hock kuratiert. Die Werkschau spannt einen Bogen von frühen Arbeiten wie „Dialoge I–IV“ aus den Jahren 2008/09 bis zu ihrer aktuellen Arbeit „Let’s Get Physical“ von 2026.

Im Mittelpunkt stehen Fragen nach Wahrnehmung, Kommunikation, Bewegung und dem Verhältnis von Bild und Raum. Arbeiten wie „Urban Reflectors“, „YAW“ und „Transformation“ setzen sich zudem mit öffentlichem Raum, gesellschaftlichem Wandel und der Veränderung alltäglicher Wahrnehmung auseinander. Für Kärnten ist die Werkschau zugleich eine Premiere, da erstmals eine größere Auswahl von Gruzeis Videoarbeiten in ihrem Herkunftsbundesland gezeigt wird.
Am Freitag, 11. September, steht unter dem Titel „Landschaften der Erinnerung“ die Animationskunst des Alpen-Adria-Raums im Mittelpunkt. Das von Martina Tritthart kuratierte Programm vereint Arbeiten aus Slowenien und Kroatien und macht die kulturellen Verflechtungen der Region sichtbar. Die ausgewählten Filme verstehen Animation als poetisches Medium, mit dem sich Erinnerung, Transformation und innere Erfahrungen erkunden lassen. Zarja Menarts „Three Birds“ aus dem Jahr 2024 erzählt von einem Mädchen, das von drei Vögeln durch die dunklen Landschaften seiner Innenwelt begleitet wird, und verbindet Cut-out-Technik mit Malerei.

In „Imbued Life“ von Ivana Bošnjak Volda und Thomas Johnson Volda entdeckt eine Präparatorin in den von ihr bearbeiteten Tieren Spuren eines verborgenen Gedächtnisses, wodurch Traum und Wirklichkeit zunehmend ineinanderfließen. Das Duo setzt sich auch in „remember how i used to ride a white horse“ mit Erinnerung, Körperlichkeit und Identität auseinander. Igor Grubićs „How Steel Was Tempered“ führt schließlich in eine verlassene Fabrik, in der sich persönliche und kollektive Erinnerungen an vergangene Arbeitswelten begegnen. Trotz ihrer unterschiedlichen ästhetischen Zugänge verbindet die Filme die Auseinandersetzung mit Erinnerung und Veränderung, dem Verhältnis von Mensch und Natur sowie individueller Erfahrung und kollektiver Geschichte. Bei Schlechtwetter findet die Veranstaltung in der Johanneskirche am Martin-Luther-Platz 1 statt.
Kunstfilmtage im Lendhafen 2026
- 10. und 11. September 2026, jeweils 20:30 Uhr
- Lendhafen, 9020 Klagenfurt
Quelle: lendhafen.at
Foto: pixabay/ Pupochek

