VortragKlagenfurt

San Giovanni in Laterano

Vortrag von Zsuzsanna David, MA | Neue Erkenntnisse aus den römischen Archiven | am 29. Oktober

Die Gründung der Basilika San Giovanni in Laterano, die als Mutter und Haupt aller Kirchen der Welt gilt, reicht bis ins 4. Jahrhundert zurück. Die ursprüngliche Bausubstanz ließ Konstantin der Große nach seinem Sieg über Maxentius in der Schlacht nahe der Milvischen Brücke errichten. Die Bausubstanz wurde unter den Regierungszeiten verschiedener Päpste fortlaufend erweitert und neu gestaltet.

Unter dem Pontifikat von Papst Clemens XI. (1700–1721) wurde eine weitere bedeutende Neugestaltung des Mittelschiffs der Lateranbasilika eingeleitet. Zunächst wurden im Hauptschiff die kolossalen Marmorstatuen der zwölf Apostel errichtet, weiters ergänzte man die zwölf ovalen Bildfelder im Obergaden des Langhauses durch einzelne Gemälde mit Darstellungen der zwölf Propheten.

Die Ausführung dieser Prophetenserie von 1718 konnte durch eine akribische Recherche im Archivio Capitolare Lateranense von San Giovanni in Laterano sowie im Vatikan auf Basis bislang unbekannter Quellen neu untersucht werden. Diese Quellengrundlage – darunter ein Bautagebuch, zwei Rechnungsbücher und weitere Schriften – gibt Einblick in die korrekte Abwicklung und den Entstehungsprozess der Gemäldeserie. Im Rahmen dieses Vortrags werden ausgewählte Folios aus den entdeckten Funden präsentiert sowie neue Erkenntnisse im Hinblick auf die Ausstattungsgeschichte von San Giovanni in Laterano erläutert.

San Giovanni in Laterano

  • 29. Oktober 2026, 18-19 Uhr
  • kärnten.museum, Museumgasse 2
    9021 Klagenfurt a. W.

Quelle: km.or.at
Foto: pixabay/ dimitrisvetsikas1969

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